Frage des Monats: So surfen wir auf der Informationswelle!

Informationswelle Frage des Monats Mai Fink & Fuchs

Noch nie hatten Menschen so viele Informations- und Unterhaltungskanäle zu ihrer Verfügung. Das ist Fluch und Segen zugleich: Während einerseits der Zugang zu Informationen noch nie so einfach war, nimmt andererseits das Gefühl der Überforderung zu – Absaufen in der Informationsflut. Gemeinsam mit Civey betrachteten wir in unserer Frage des Monats, ob Menschen die Menge an Nachrichten im Netz und auf Social-Media-Kanälen als Belastung oder Bereicherung empfinden.Ergebnisse Frage des Monats Mai Fink & Fuchs
Die Ergebnisse der repräsentativen Frage zeigen: Rund ein Drittel (33,1 Prozent) ist unentschieden, nimmt die Flut sowohl bereichernd als auch belastend wahr. Doch insgesamt überwiegen diejenigen, die darin eine Belastung sehen: Jeder fünfte (21,2  Prozent) sieht den Informationsreichtum eher als Belastung, der Anteil derjenigen, die es eindeutig als Belastung sehen, liegt nur leicht darunter (18,2 Prozent). Fast 40 Prozent haben also den Eindruck, eher zu ertrinken als auf der Welle zu surfen.

Was hilft gegen die Informationsflut? Im Büro können Kommunikationsregeln helfen. Wenn – wie manche Experten schätzen – vier von fünf internen E-Mails nur In-House-Pingpong darstellen, helfen klare Kommunikationsregeln, wer wann auf einen Verteiler muss. Genau wie Filterregeln, die CC-Nachrichten oder bestimmte Info-Verteiler automatisch in Ordner umsortieren, die man nur zu festgelegten Zeiten checkt. Auch Newsletter lassen sich so sauber sortieren.

Und die Informationsflut im Netz und auf Social-Media-Plattformen? Auch hier hilft Sortieren und strukturiertes Vorgehen. Nachrichtenkanäle auf Twitter etwa lassen sich in separate Listen sortieren, mit Keywords lassen sich Treffer- wie Blocklisten bauen, um vorzusortieren. Listen und Gruppen können auch helfen, um auseinanderzuhalten, von welchen Accounts kontinuierlich Informationen im Stream auftauchen sollen – und welche nur für gelegentliche Scans interessant sind.

Eine andere Faustregel: Prüfen Sie bei allen Apps, Seiten und Messenger-Gruppen, die Ihnen Push-Nachrichten schicken, ob darin für Sie wirklich ein Mehrwert liegt. Überall, wo das nicht der Fall ist – schalten Sie rigoros die Benachrichtigungsfunktion aus. Ihr Smartphone-Display muss kein Schlachtfeld von Eil-Benachrichtigungen zu Dingen sein, die für Sie nicht eilig sind.

Auch Aggregatoren wie Refind oder Feed-Reader lassen sich nutzen, um Informationen zu relevanten Themen vorzusortieren und die Flut einzudämmen. Auch hier gilt aber: Wählen Sie gezielt aus. Es braucht nicht gleich Seminare zu Speed Reading und Zeitmanagement, die es zuhauf zum Stichwort Informationsflut gibt. Mit Listen und eigenem Zeit-Management – wann nehme ich mir Zeit, welche Art von Information oder Unterhaltung zu konsumieren? – kann schon viel gewonnen werden.


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