Koordination und Gespräche: IFA, die Consumer Show

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Die IFA in Berlin bringt zwar jedes Jahr eine Menge Arbeit, aber die Aufgaben der Consumer-PR auf der Messe machen auch viel Spaß. Darin sind sich alle Kollegen, die vor Ort waren, einig.

Für Kunden wie den Bundesverband der Hörgeräte-Industrie, Samsung oder Rovi und damit auch für uns PR-Berater hält sie immer spannende Themen bereit. Wir stehen morgens mit den Kunden auf und gehen abends mit ihnen ins Bett. Naja, fast zumindest. Aber immerhin tagelang. Doch was passiert da eigentlich den Tag über konkret? Ein Lagebericht.

Los geht es auf der Messe um 8.30 Uhr. Heute steht als Auftakt auf der Agenda des Bundesverbands der Hörgeräte-Industrie eine Pressekonferenz zum Zukunftsthema „Heimvernetzung und Hörsysteme“ in der Red Lounge der IFA – es ist das Thema des Jahres für den Verband und entsprechend bedeutend für unsere Kommunikationsarbeit. Für mich heißt das erstmal konkret: Raum begutachten, Technik prüfen, Catering koordinieren, Sprecher briefen, Journalisten akkreditieren, eine Simulation zum Laufen bringen und viele weitere Details im Auge behalten. Nach gerade mal 45 Minuten ist alles vorbei und nur Wenige merken, wie viel Vorbereitung so eine Veranstaltung in Anspruch nimmt. Nicht nur an diesem einzelnen Tag.

IFA-Consumer-PR-Bundesverband-der-Hörgeräte-IndustrieWeiter geht es mit Einzelinterviews am Messestand. Der sieht auch schon vor dem eigentlichen Messebeginn sehr präsentabel aus – „sympathisch, offen und freundlich“, wie es eine Kollegin ausdrückt, die in einer Pause kurz zu Besuch kommt. Die Wirtschaftspresse hat sich angekündigt und ist fachlich gut vorbereitet. Ich übernehme das Hosting des Gesprächs mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Redakteur. Das Gespräch beginnt, der Sprecher antwortet gewohnt souverän und schön konkret. Das läuft. Aus dem Augenwinkel sehe ich den Kollegen von einer großen deutschen Boulevardzeitung. Er ist etwas früher dran und schaut sich bereits interessiert um. Da das erste Interview gut läuft, stehe ich auf und verabschiede mich. Kurze Kontaktaufnahme mit einem Audiologen, der uns auf dem Stand unterstützt, und schon geht es los. Der Redakteur ist inhaltlich auf der Höhe:

Heimvernetzung, Computerchips und Störschallunterdrückung – alles kein Problem für einen ehemaligen technischen Fachjournalisten. Für ihn ist das Internet kein Neuland, also postet er seine Eindrücke vom Messestand direkt über Twitter an seine Leserschaft. Hier ein Foto beim Klangtester, dort eins beim Hörtest – zuletzt eins vom Kollegen in unserem Fotostudio mit vollvernetztem Hörsystem. Der Klangtester übrigens ist ein wahrer Publikumsmagnet: Er simuliert über angeschlossene Hörgeräte, wie es sich anhört, wenn man ein Hörgerät trägt – für manch einen eine echte Überraschung, denn die Qualität ist durch die technische Entwicklung hervorragend. Ah, jetzt sehe ich Miss IFA: Das passt ja gut.

Sie hat pro Fotoshooting nur 15 Minuten Zeit, also muss es schnell gehen. Miss IFA ist Vollprofi und wirft sich gekonnt mit den Hörsystemen in Pose. Die Kollegen unterstützen super, ich muss mich hier nicht einbringen. Am Ende bekommen wir tolle Fotos für die Webseite und die Facebook-Seite des Verbands.

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Gewaltig: Die Samsung Halle

Gegen Nachmittag nutze ich kurz ein wenig freie Zeit, um meinen Kollegen bei Samsung und Rovi einen Besuch abzustatten. Die Stimmung in der Halle von Samsung ist ausgezeichnet: alles läuft, auch wenn manches viel Improvisationsstalent erfordert.

Beispielsweise fragen TV-Teams von n-tv, N24 oder dem ARD Morgenmagazin Vorführgeräte an oder kommen direkt in der Halle vorbei – da heißt es präsent sein und schnell reagieren, um die Medienkollegen bei Laune zu halten, auch wenn sich bei straffer Planung mal ein Termin verschiebt. Und das gilt nicht nur für die TV-Leute. Immerhin: Insgesamt haben wir gemeinsam mit den Kollegen von Faktor 3 über 270 Interviews gemanagt und damit die Zahlen aus dem Vorjahr übertroffen. Viel Aufmerksamkeit erregt neben dem Messehighlight Smartwatch Samsung Galaxy Gear vor allem eine neue Technologie: Ein Fernseher, über den man mithilfe einer so genannten „Shutterbrille“ mit In-Ear-Kopfhörern gleichzeitig zwei unterschiedliche Sendungen ansehen kann. Könnte sicher dafür sorgen, dass das ein oder andere Ehepaar wieder im Wohnzimmer zusammenfindet.

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Synergien unter Kunden: Live-Interview eines Rovi-Experten vor einem Samsung TV zum Thema “Ultra HD”.

Bei Rovi steht die Kollegin unter Strom, kein Wunder: Sie koordiniert vor Ort die komplette internationale PR für den Kunden, organisiert Gespräche mit Medien aus Deutschland, Italien, UK und den USA. Insgesamt mehr als 20 Interviews für Print, Online, TV und Radio. Sie atmet kurz durch und erzählt, dass sie soeben ihre Speaker zu Tecwatch und zur Medienwoche@IFA geschickt hat. Zudem hatte zwei Tage vor der Messe noch n-tv nach Experten zu den Themen 4K-Technologie und „Unterhaltung der Zukunft“ angefragt.

Zwei Live-Schaltungen von der Messe, die in einen übervollen Messeterminkalender hineingezwängt werden müssen. Als Highlight am Abend ist die Veranstaltung “DigitalFocus Global” geplant – erwartet werden rund 350 Journalisten, die sich in angenehmer Atmosphäre kompakt über Neuheiten zur IFA informieren wollen. Ihr Tag wird lang. Aber dennoch strahlt sie: „Ich bin froh, dass alles so gut läuft; da hat sich der Stress in den vergangenen Wochen echt bezahlt gemacht.“

Zurück am Stand des Bundesverbands für Hörgeräte schreitet die Planung weiter voran: Für den Folgetag ist auf dem Messestand eine Panel-Diskussion rund um Heimvernetzung mit hochkarätigen Experten geplant, eine Band spielt auf und ein Fotoshooting für die Messegäste lockt sicher wie in jedem Jahr Massen an. Mit dem heutigen Ergebnis sind wir zufrieden: Schon zur Messehalbzeit haben wir über unsere Pressearbeit eine Medienreichweite von knapp 20 Millionen erzielt. Jetzt freue ich mich erstmal auf das Abendessen mit allen anderen Fink & Fuchs-Kollegen, die auf der IFA unterwegs sind – natürlich begleitet von Hörbert, der am Abend bei uns Unterschlupf findet.


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