CeBIT 2014: Weniger Besucher = sinkende Relevanz?

 

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210.000 Besucher und acht Kollegen von Fink & Fuchs mittendrin: Mission “Erfolgreiche Messe-PR für unsere Kunden”. In der vergangenen Woche fand die CeBIT in Hannover statt und mit ihr für einige unserer Kunden eins der bedeutendsten Messe-Ereignisse im Jahr. Wie zahlreichen Presseberichten zu entnehmen ist, war die CeBIT trotz weiter rückgängiger Besucherzahl ein Erfolg. Zum ersten Mal öffnete sie ihre Pforten nahezu ausschließlich für Fachbesucher, und Start-Ups – den oft leisen Schmieden innovativer Ideen – wurde wesentlich mehr Platz eingeräumt als zuvor.

In einem Rückblick des Fachmagazins t3n berichten Redakteure davon, dass die Messe „nach wie vor eines der wichtigsten Networking-Events der Welt“ sei. Michael Kroker von der Wiwo hat das in seinem Blog-Beitrag gut auf den Punkt gebracht. Dennoch fragt man sich bei t3n, wie die Zahl der 210.000 Besucher zustande gekommen sei, wenn im Vorfeld zehntausende Freikarten verteilt wurden, die einem Kommentatoren zufolge kaum genutzt wurden. Nun denn: Für mich und meine Kollegen war die Begrenzung auf Fachpublikum eher eine angenehme Erfahrung.

Zu den Neuheiten und Trends der Messe wurde wie immer umfangreich berichtet. Einen guten Überblick mit allen Neuheiten zu Big Data, Cloud Computing und die Zukunft von Mobile findet man auf Süddeutsche.de. Themen, zu denen unsere Kunden einiges zu sagen haben: Die Software AG etwa stellte Lösungen „für die Integration und Prozessautomatisierung sowie für das Management komplexer Informationen und die Entwicklung von Echtzeit-Lösungen“ vor.

Der Software-Cluster präsentierte spannende Entwicklungen seiner Mitglieder wie beispielsweise zum Thema „Emergente Mobilität“, einer Kombination von Cloud-Diensten zur Verbesserung von Verkehrsflüssen, vor. Samsung zeigte mit „Cloud Printing“ ein spannendes, zukunftsorientiertes Druckkonzept, das vor allem auf die Frage des Druckens von mobilen Endgeräten aus eine Antwort gibt. Und Bitdefender, Experte für Sicherheitslösungen, hatte zwar keinen eigenen Stand, nutzte das Event aber für Hintergrundgespräche. Eigens dazu wurde ein Raum im Business Centre angemietet: „Das hat super geklappt: Die Räume sind leicht zu finden, der Service ist sehr gut und flexibel. Kann ich wirklich weiterempfehlen“, so die Aussage von meiner Kollegin Michaela Eichner, die die Gespräche organisiert hat.

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Pressemappen aus Papier? Gehören der Vergangenheit an.

Für uns begann die Arbeit rund um die CeBIT natürlich weit im Vorfeld des eigentlichen Termins und durch die intensive Beschäftigung mit der Messe haben wir eine ganz eigene Sicht auf das Ereignis. Selbst für mich als erfahrene PR-Beraterin sind etwa die großen Pressekonferenzen immer wieder eine reine Nervensache: Der Sonntag begann für uns um acht Uhr mit der Probe für die Pressekonferenz Samsung Printing Solutions.

Das Who-is-who von Samsung Korea, Europa und Deutschland waren vertreten – alles verlief glatt und ab elf Uhr strömten mehr als 45 internationale Journalisten zur Pressekonferenz im Expowal Hannover. Der Raum war voll, einige mussten sogar stehen. Das ist der Moment, der einer Uraufführung gleicht: Klappt alles? Sind ausreichend Gäste da? Als PR-Berater ist das auch nach Jahren immer eine Situation, in der man mehr als einmal die Luft anhält – nicht nur für mich, sondern sicher auch für das gesamte Team, das in die Organisation involviert war.

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Glücklich nach der Pressekonferenz: Meine Kollegin Franziska Herz und ich.

Was ist also dran, an der sinkenden Relevanz der CeBIT? Sind die goldenen Zeiten vorbei? Aus meiner Sicht definitiv nicht. Die CeBIT ist nach wie vor die weltgrößte ITK-Messe und DER Branchentreff. Ihr Fokus auf B2B ist wichtig und gerade in Zeiten von Veränderungen für die gesamte Branche essenziell für eine nachhaltige Wertschöpfung. Einige große IT-Player haben begonnen, sich neu aufzustellen oder sind im Begriff, dies zu tun.

Ein Besuch in Hannover ist daher Jahr für Jahr spannend – auch wenn die Messe schon lange nicht mehr Dreh- und Angelpunkt für die Vorstellung einzelner, neuer Produktsensationen ist. Doch darum geht es auch nicht mehr: Die Plattformen für die Vorstellung der neuesten ITC/CE-Produkte sind heute die CES in Las Vegas, der MWC in Barcelona und die IFA in Berlin. Auf der CeBIT hingegen werden fundierte Lösungskonzepte präsentiert, oft in Kooperation mit Partnern realisiert. Es gilt das Konzept „Das Beste vom Besten“ – das, was meiner Meinung nach die Branche braucht, um auch im vierten Jahrzehnt erfolgreich sein zu können.

Übrigens sehen das auch andere Experten so:


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