Messe-PR goes Digital: Den Social Buzz nutzen

Messe-PR-Social-Media-SalesforceCeBIT, HMI und IFA – für viele Unternehmen steht auch in diesem Jahr mindestens eine der großen Fachmessen fest auf der Agenda. Zu Recht, denn ein Messeauftritt kann einen erheblichen Beitrag zur Reputationsbildung leisten:

Als Schaufenster für Produktinnovationen, aber auch als Plattform zur Kontaktpflege mit relevanten Stakeholdern. Viele Unternehmen investieren deshalb große Summen in Messebau und messespezifische Werbung – die Medienarbeit aber reicht häufig kaum über eine Ankündigung und die Pflege des Pressefachs auf der Messe hinaus. Dabei ist eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit vor, während und nach der Messe unerlässlich, damit die Investitionen auch die gewünschten Effekte erzielen können. Die Kunst besteht darin, das Potenzial des Ereignisses “Messe” auszuschöpfen.

“Um eine optimale Wirkung des Messeauftritts zu sichern, sollten PR-Profis bereits in die Anfänge der Planung miteinbezogen werden. Die beginnt idealerweise mindestens drei Monate vor dem Event mit der Entwicklung der Kommunikationsstrategie: Welche Zielgruppen sollen zu welchem Zeitpunkt mit welcher Botschaft erreicht werden? Journalisten, wichtige Multiplikatoren und Branchenexperten müssen frühzeitig für die eigenen Themen sensibilisiert werden, um diese mit ausreichend Vorlauf in den relevanten Medien und Messespecials zu positionieren”, so Michael Zell, Partner bei Fink & Fuchs PR. Er berät bereits seit mehr als 15 Jahren Kunden in Fragen der Messe-PR.

Auf eine erste Ansprache sollten gut durchdachte Maßnahmen folgen: Ankündigungen, Artikelangebote, Terminvereinbarungen für Gespräche und Interviews. Auch Einladungen zu exklusiven Vorab-Präsentationen oder Redaktionskonferenzen gehören zu den denkbaren Instrumentarien, die aus dem Messeauftritt eine spannende Inszenierung machen können. Verhältnismäßig neu ist die Integration sozialer Medien und multimedialer Inhalte in die Kommunikation rund um Messeauftritte – sie nimmt jedoch von Jahr zu Jahr deutlich zu und sollte mitbedacht werden.

Salesforce beispielsweise, Spezialist für Cloud-Computing-Lösungen im CRM-Bereich, hat auf der diesjährigen CeBIT zum ersten Mal ein “Social Command Center” eingerichtet, das den Messebesuchern Tag für Tag auf großen Bildschirmen den “Buzz” in sozialen Netzwerken rund um die Messe präsentierte. Eine daraus resultierende Infografik zeigt, dass sich insgesamt 16.610 Konversationen im Social Web alleine mit der Eröffnungsfeier zur CeBIT beschäftigt haben und etwa “Ultrabooks” ein heiß diskutiertes Thema waren – mit einem deutlich höheren “Share of Voice” als ihn das iPad hatte.

Ist ein Unternehmen selbst aktiv im Social Web, besteht die Möglichkeit, diesen Online-Diskurs für sich zu nutzen und aktiv mitzugestalten. Gerade vor und während Ereignissen wie Messen kann beispielsweise über die Wahl der richtigen Hashtags in Tweets eine Sichtbarkeit erreicht werden, die normalerweise nur schwierig zu generieren ist. Gleichzeitig ist es wichtig via Monitoring im Auge zu behalten, was im Social Web über das eigene Unternehmen, Produkt oder die eigene Marke gesagt wird.

Eine weitere Chance stellen multimediale Inhalte dar, die sich vor Ort leicht produzieren lassen und dann als Futter für die Kommunikation nach der Messe dienen können. Denn dort sind zum einen oft die Top Manager der Unternehmen anwesend und es besteht die Möglichkeit, ein kurzes Statement zu einem aktuellen Thema einzufangen. Zum anderen werden die eigenen Dienstleistungen und Produkte eindrucksvoll in Szene gesetzt: Warum nicht die Chance ergreifen und einen Produkt-Teaser filmen? Wie eine aktuelle Studie von news aktuell belegt, begrüßen neben Bloggern und Themeninteressierten auch zunehmend Journalisten das Angebot multimedialer Inhalte.

Einige Messen bieten inzwischen auch selbst Blogs an, die von Ausstellern für die Eigen-PR genutzt werden können. Ein Beispiel dafür ist der Blog Connected, den wir für die Messe Frankfurt ins Leben gerufen haben: Die offene Blog-Plattform informiert einerseits regelmäßig über die Themen der Veranstaltungen M-Days, E-Mail Expo, Digital Touch, UX-Expo, Voice+IP sowie Search-Expo und bietet andererseits Ausstellern, Kongresssprechern und Interessierten Raum zur Veröffentlichung eigener Beiträge.

Damit entwickelt sich der Blog parallel zu den Veranstaltungen sukzessive zu einer ganzjährig „geöffneten” Austauschplattform für eine wachsende Community mit hohem Interesse an digitalen Themen. Der Nutzen für die Aussteller ist hoch: Bereits in den ersten Monaten hat sich die Zahl der Community-Mitglieder auf den verbundenen Twitter- und Facebook-Kanälen mit über 4.200 knapp verdreifacht.

Fazit: Die Bandbreite der PR-Aktivitäten rund um Messen ist groß und die Wirkungskraft sinnvoll eingesetzter Maßnahmen sollte nicht unterschätzt werden. Social Media und multimediale Inhalte erweitern nicht nur die Möglichkeiten, das Ereignis “Messe” zielgerichtet für die eigene PR zu nutzen, sondern werden auch immer stärker von der Community, aber auch von Journalisten gefordert.


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One thought on “Messe-PR goes Digital: Den Social Buzz nutzen

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