Google+ – Ich begrüße Wettbewerb!

Sich überschlagende Positiv-Berichte, aber auch erste kritische Anmerkungen prägen das junge Stimmungsbild zu Google+. Mein erster Eindruck: Ganz nette Features und teilweise recht elegante Bedienung, die mir gut gefällt; insbesondere die im Vergleich zu Facebook+Twitter außergewöhnlich praktische Unterteilung meiner “Kreise”. Derzeit ist die Plattform anscheinend zeitweise überlastet.

Bislang sind die “Social Media Explorer” noch unter sich. Ob es in der Breite ankommt: offen! Robert Scobel meint berechtigterweise: “I spent a lot of time going through thousands of people’s social graphs (IE, their list of friends on Google+) and I’ve picked out all of the VCs and put them into a circle.I’m looking at that list right now. Problem is it isn’t giving me ONE THING that I expect VCs to talk about. There isn’t one item that talks about funding new companies, gives me some insider look into Silicon Valley, or that gives me tips for how to run my company to get better returns.”

Ich empfehle auch den recht guten Beitrag im Namics Weblog: “Wer gewinnt den Standardkrieg”. Da müssen wir wohl noch warten, ob Google signifikant nachlegt oder nur ein Stopper für den Wettbewerb ins Rennen geworfen wurde.
Eines erwarte ich aber sicher: Mögliche Doppelarbeit, die ich nicht brauche.

Was ist aus Ihrer Sicht wirklich revolutionär neu (ggf. die #hangouts) und nicht “nur” besser gelöst als bei anderen oder ein neues Feature (siehe hierzu auch @t3n)?

Ich bin gespannt auf die Entdeckungen der anderen “Beta-Tester”, die mit Ihren Erkenntnissen und Anregungen den “Open-Innovation-Prozess” von Google unterstützen.

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Nachträgliche Ergänzungen:

Irgendwann sollen auch “Business-Pages” kommen. Aktuell spricht Google vom “Google+ field trial” (Feldversuch ;-)).

Gutes Interview mit Peter Welchering (DRadio) zum Thema

50 gute Gründe für Google+ hat Chris Brogan zusammengestellt

Stefan Münz erklärt genau, wie Google+ funktioniert

“Wem Google+ wirklich Konkurrenz macht” Eher Medien- denn Social Network?  @saschalobo im @spiegel

und wer es gerne satirisch mag – Tapio Liller hat die 20 Schritte von Google+ zum Mainstream erschöpfend behandelt

5 Kommentare:

  1. Stephan Fink says:

    Done ;-) Dein kleines Stück Satire hat mir wirklich gut gefallen

  2. Tapio Liller says:

    Danke für den Link zu meinem Beitrag! Wenn jetzt mein Nachname noch den Tipper verliert, bin ich vollends happy :-)

  3. Jens Niemann says:

    Ich fürchte, oder erwarte hier eine ähntliche Entwicklung wie bei Google Wave. Am Anfang ”Talk of The Town” – dann aber ein stiller (und heimlicher?!) Abgang.

    600 Millionen zumeist eingefleischte Facebook User zum dualen “socializen” zu bringen dürfte schwierig bis unmöglich sein. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Und für ein paar harcore Social Media User hat Google das System sicher nicht entwickelt.

    Die integration der anderen Google Dienste ist aus dem Blickwinkel “Usability” sicher als sehr gut zu bewerten. Was die Datenschutz geplagten/geschädigten Deutschen davon halten werden kann ich mir aber schon vorstellen. Der Kraken läßt grüßen.
    In diesem Sinne winke winke mit allen acht Tentakeln ;-)

  4. Stephan Fink says:

    Hi Wibke ( @sinnundverstand), Yeap – das macht so gesehen mit “Verstand einiges an Sinn” ;-). Über Unternehmens-Seiten wird zudem schon nachgedacht. Danke für den Kommentar

  5. Wibke Ladwig says:

    Ein paar noch etwas ungeordnete Gedanken dazu:

    Ich persönlich erwarte nach den ersten Tagen Google+ eine hochinteressante Plattform zur Kollaboration: Projektkreise unter Einbindung anderer Dienste von Google und den – in der Tat großartigen – Hangouts? Die allerdings dann auch geschlossen möglich sein müssten. Das könnte, gerade mit Blick auf neue Arbeitsformen, spannend sein. Wenn sich beispielsweise gemeinsam an Präsentationen oder Videos arbeiten liesse … Sollten verschiedene Möglichkeiten der Kollaboration über Google+ clever gebündelt werden, wäre das für mich etwas Revolutionäres.

    Mal abwarten, was sich Google für Unternehmen, Organisationen und Kampagnen einfallen lässt. Derzeit finde ich es sehr angenehm, dass die Kommunikation nur über persönliche Profile läuft und sich die “üblichenVerdächtigen” mit heiterem Pioniergeist der Erforschung hingibt. Wenn auch schon die ersten anonymen und nach Firmen benannten Profile eintrudeln. Aber ich vermute, wir fragen uns doch auch alle, was der Mehrwert für unsere Unternehmen sein kann. Hier könnte das eintreten, was Frank Tentler sagt, dass Storytelling an Bedeutung gewinnt und Unternehmen, die Geschichten erzählen können, im Vorteil sind – was eine Abgrenzung zum zunehmend Ad- und App-lastigen Facebook wäre. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass Google+ keine (Werbe-)Angebote (oder Profile?) für Unternehmen plant.

    Ob Google+ in der Breite ankommt? Tja. Bisher sehe ich für den Otto-Normal-User noch keinen Anreiz, von Facebook hierher zu wechseln. Für manche, die bereits ein Google-Konto haben, mag die Hemmschwelle, sich überhaupt in Social Media zu begeben, niedriger sein, als ein neues Facebook-Konto anzulegen. Zumal Facebook durch die öffentliche Berichterstattung in vielen Unternehmen keinen guten Ruf geniesst (nur Teenager, Facebook-Parties, kein gutes Umfeld). Da könnte Google im Vorteil sein, das man möglicherweise schon durch AdWords oder Analystics kennt. Und ohnehin von der Suche über google.de her. Ich glaube, Google+ wird bestehende Plattformen nicht ersetzen, sondern hier und dort Anteile abnehmen. Das betrifft aber nicht nur Facebook,sondern auch Twitter, Xing, LinkedIn – und in jedem Fall wohl Skype. Durch die Stärkung von Youtube und Picasa vielleicht auch noch andere Video- und Bildplattformen.

    Insgesamt sehe ich allerdings auch Mehr- und Doppelarbeit. Noch lässt sich nicht absehen, welcherart die Kommunikation hier sein wird – in Abgrenzung zu etwa Twitter und Facebook, die beide ihre Eigenheiten, Vor- und Nachteile mitbringen.

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