IT-Gipfel 2010: Innovationen müssen gefördert werden

Ein großes Thema in den vergangenen Tagen war der 5. Nationale IT-Gipfel in Dresden, an dem über 1.000 Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung teilnahmen. Zentrale Themen waren neben IT-Sicherheit, Datenschutz und Mittelstandsförderung vor allem solche hinsichtlich zukünftiger Wachstumsmärkte der deustchen IT-Industrie. Eine Grundlage der Diskussion war die Studie “Offen für die Zukunft – Offen in die Zukunft”.

Unter anderem sei das Zusammenspiel von IKT und klassischer Industrie vielversprechend, etwa bei Zukunftsanwendungen wie E-Energy, E-Mobility oder E-Health. Experten sehen darin sehr gute Chancen für Deutschland, sich in diesen Wachstumsmärkten zu profilieren und gar als Vorreiter zu positionieren – vor allem in den Bereichen der Systemintegration, Standardisierung und in der elektronischen Vernetzung alltäglicher Dinge. Gleichzeitig heißt es, dass es dazu so genannter “hybrider Innovationen” bedarf, die für einen internationalen Erfolg immer wichtiger werden. Unter “hybriden Innovationen” verstehen die Initiatoren der Zukunftsstudie solche, “die neue Ideen in Produkten und Dienstleistungen mit neuen Markt- und Geschäftsstrategien kombinieren und vorantreiben”. Die Potenziale des “wechselseitigen Transfers” und die “wirtschaftliche Verwertung von Innovationen” würden bislang nicht ausreichend ausgeschöpft. Der Schulterschluss zwischen Entwicklung und Marketing müsse deutlich verbessert werden.

Insbesondere würden die Chancen von “Open Innovation”-Ansätzen in Deutschland noch nicht genügend genutzt. Über die Einbindung von Kunden, Marktpartnern oder anderen externen/internen Ideengebern in die eigenen Innovationsprozesse könnten mehr Innovationen angestoßen und schneller an den Markt gebracht werden. Vor allem die Nutzung elektronischer Plattformen für neuartige Formen des so genannten Crowd Sourcing eröffnen dabei völlig neue Möglichkeiten, wie vielfältige Beispiele belegen.

Wer sich weiter mit dem Thema “Open Innovation” beschäftigen möchte, findet übrigens dazu und vor allem zur in diesem Zusammenhang immer wichtigeren Innovationskommunikation auf unserer Themenseite “Kommunikation als Erfolgsfaktor im Innovationsmanagement” einige weiterführende Informationen – Neben den Ergebnissen einer gemeinsamen Studie von Fink & Fuchs PR und der Universität Leipzig finden Sie dort verschiedene Beispiele aus der Praxis, unter anderem von BASF oder IBM.

Ein netter Blog namens “Heinz Life” von Prof. Dr. Lutz Heuser hatte übrigens im Vorfeld des IT-Gipfels  Stimmen von führenden Köpfen der Branche zu “IT 2011″ eingeholt. Reinschauen in “Heinz Life” – einen Gemeinschaftsprojekt vieler namhafter Autoren – lohnt sich, denn es geht dort um IT 1962 – 2032!

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