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Wer nutzt welche Social Media-Dienste?

Quelle: InternetWorldBusiness, Ausgabe 20/2009

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und die Usability-Agentur Sirvaluse liefern aktuelle Daten aus dem Analyse-Tool "Webwerte" zur Soziodemografie deutscher Nutzer auf Social Media-Plattformen. Die Analyse berücksichtigt zum einen das durchschnittliche Haushaltseinkommen der Nutzer, zum anderen das Geschlecht und die Altersstruktur. Bezüglich des Haushaltseinkommens gilt: XING-Nutzer, gefolgt von Facebook-Nutzern, haben im Durchschnitt das höchste Einkommen. Wie auch bei der Gesamtstruktur des Internets haben Frauen bei den Nutzern von Social Networks einen Anteil von circa 45 Prozent. Aufgrund der vorliegenden Daten ist relativ gut erkennbar welche Zielgruppe in welchen Netzwerken aktiv ist.

 
 

Visits werden zur wichtigsten Messgröße im Web

Bald werden Visits die Page Impressions (PI) als wichtigste Messgröße im Web ablösen. Ab 2010 schränkt die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) bei der Reichweitenmessung von Online-Werbeträgern den Ausweis der umstrittenen PI's zugunsten von Visits ein. Was dies für einzelne Websites bedeuten würde, hat das Marktforschungsunternehmen webmarkets-today anhand von Marktanteilen für 200 Social Networks untersucht. Netzwerke mit Applikationen wie Videostreaming, Podcasts oder RSS-Feeds sowie Portale mit zielgruppenspezifischen redaktionellen Inhalten würden als Gewinner aus der Neuregelung hervorgehen. Websites dagegen, die mit umfangreichen Klickgalerien oder klickintensiven Onlinespielen ausgestattet sind, würden geringer bewertet. Nach Visits würde YouTube mit einem Marktanteil von 20,5 Prozent vor Studi- und SchülerVZ mit 11,6 Prozent, wer-kennt-wen.de (10,5 Prozent) und Facebook.com (7,8 Prozent) führen.

 
 

Verbraucherschützer nehmen Social Networks unter die Lupe

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat gegen die Social Networks MySpace, Facebook, lokalisten.de, wer-kennt-wen.de und Xing ein Unterlassungsverfahren eingeleitet, um die aktuell geltenden Regeln zur Handhabung der Nutzerdaten zu bewirken. Der vzbv bemängelt, dass die Plattformbetreiber die Nutzerdaten ohne deren Zustimmung oder Wissen auswerten oder Dritten zugänglich machen können. Die Aktion wird von dem Projekt "Verbraucherrechte in der Digitalen Welt" flankiert. Konkret sollen die Netzwerkbetreiber die Voreinstellungen für die Verbraucherdaten von vorneherein so gestalten, dass für die Mitglieder ausdrückliche Wahlmöglichkeiten bestehen, was mit mit ihren Daten geschieht. Darüber hinaus geht es um Nutzungsrechte, beispielsweise von Fotos, welche die Plattformbetreiber bislang meist uneingeschränkt verwenden dürfen. Die Business-Plattform Xing hat bereits reagiert und umfassende Änderungen angekündigt, um den Forderungen des vzbv nachzukommen. Um eine grundsätzliche Aufklärung der Öffentlichkeit und eine stärkere Sensibilisierung der Nutzer im Umgang mit Angeboten und Diensten im Internet sicherzustellen, gibt es auf der Internetseite www.surfer-haben-rechte.de seit Sommer 2009 ein breites Informationsangebot zum Thema.

 
 

Spionage per Mausklick

Mehr als 40 Prozent der deutschsprachigen Internet-Nutzer geben zu, dass sie schon einmal ihre Arbeitskollegen oder Chefs im Netz ausgespäht haben. Zu diesem Ergebnis kam die Personen-Suchmaschine Yasni, die 2.078 User aus Deutschland zum Thema "Haben Sie schon mal Ihre Arbeitskollegen oder Vorgesetzten im Internet durchleuchtet?" befragte. Die Recherche von Personen im Internet scheint im Trend zu liegen. Neben dem Bewerber-Check der Personaler gehört mittlerweile wohl auch das Ausspähen der Personen im direkten Arbeitsumfeld zum Alltag. Passen Sie also auf, welches Erscheinungsbild Sie im Web haben!

 

Social Media Counter: Die Expansion des Web-Universums in Echtzeit

Der Social Web Counter ist eine Flash-Anwendung von Gary Hayes, mit der er den Versuch unternimmt, die Dynamik beziehungsweise Aktivität des Social Web in Echtzeit widerzugeben. Die Basis für den Counter bilden Daten, die sich Hayes bis Ende September 2009 aus unzähligen, verschiedenen Primär- und Sekundär-Quellen zusammengestellt hat. Wieviele neue Mitglieder haben sich beim Netzwerk Facebook in der Zwischenzeit angemeldet? Beeindruckend, oder?!

 
 
 

Das Klickverhalten von Twitterern und Facebook-Nutzern

Chitika, ein US-amerikanisches Full-Service Advertising Network, untersuchte das Klickverhalten von Twitterern und Nutzern des Social Networks Facebook. Ziel der Studie war zu erfahren, welche Inhalte besonders beliebt sind. Via Twitter werden oft Nachrichten sofort und direkt an eine Vielzahl von Menschen geschickt. Laut Studie werden Links zu News bei Twitter auch am häufigsten verlinkt und angeklickt. Über 28 Prozent der Links führen zu Newsseiten. An zweiter Stelle folgen Videos mit knapp 23 Prozent, Links zu Technologiethemen und Gadgets werden zu 13 Prozent augewählt.

 

Nutzer von Facebook  hingegen klicken bevorzugt auf Links zu Technologiethemen (33 Prozent), gefolgt von Lifestyleseiten mit 18 Prozent und News zu knapp 18 Prozent.

 
 

Chancen für Marken, Botschaften und Produkte auf Facebook

Facebook hat die Gewinnschwelle erreicht, dies berichtet Gründer Mark Zuckerberg im Facebook-Blog. Als erstes Social Network konnte Facebook somit belegen, dass das umstrittene Geschäftsmodell der Sozialen Netzwerke rentabel ist. Rund 4,5 Millionen Deutsche ab 16 Jahren nutzen Facebook bereits – Grund genug, sich als Unternehmen mit der Community auseinanderzusetzen.

Quelle: Facebook Advertising, 22.10.2009
 

Wer befindet sich auf Facebook? Wie verhalten sich Nutzer in der Community? Wie kann ich meine Zielgruppe über Facebook erreichen? Dies sind zentrale Fragen die sich Kommunikationsverantwortliche stellen. Die Agentur Xihit Solutions hat einen Leitfaden für Unternehmen und Agenturen erarbeitet. "Marketingpraxis facebook" gibt weiterführende zusätzliche Informationen.

 
 

Viele Führungskräfte wissen nicht, was sich hinter Web 2.0 verbirgt

Jede fünfte Führungskraft kann nichts mit dem Begriff Web 2.0 anfangen. Über die Einsatzmöglichkeiten von Social Media wissen noch weniger Bescheid (nur rund 30 Prozent der Befragten). Auf die Frage, was am häufigsten mit dem Thema Web 2.0 verbunden wird, werden Communities, Social Networks und Blogs genannt. Jedoch wissen wiederum 12 Prozent der Befragten gar nicht, was ein Blog ist. Dies sind die Ergebnisse einer Studie, durchgeführt von der Cologne Business School in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Brain Injection. In der ersten Jahreshälfte 2009 wurden leitende Angestellte, Vorstände, Geschäftsführer und Firmeninhaber von insgesamt 350 Unternehmen befragt. Weitere Informationen finden Sie hier.