K2-Tagung Onlinekommunikation im Juni
Unternehmen, Verbände und Organisationen stehen vielfach noch hilf- oder ratlos vor dem neuen Medien- phänomen des Social Web. Vor allem das Manage- ment der Medienflut stellt für sie eine Heraus- forderung dar: Wer kümmert sich wie um welche Medien? Wer darf alles im Namen des Unternehmens twittern, bloggen und vernetzen? Die K2-Tagung Onlinekommunikation, die am 16. und 17. Juni in Düsseldorf stattfindet, soll Anregungen liefern, wie professionelle Kommunikatoren die Datenkanäle für sich und ihre Organisation gewinnbringend nutzen können. Vor allem auch die geschickte Verquickung der klassischen mit den neuen Kommunikations- kanälen steht auf der Agenda. Um hilfreiche Tipps für den Alltag zu liefern, sprechen Praktiker aus Unter- nehmen, Agenturen und Institutionen über ihre Er- fahrungen in der Onlinekommunikation. In einem Interview mit dem Management Radio hat sich Stephan Fink, Vorstand der Fink & Fuchs PR AG, bereits vorab zum Thema geäußert. Informationen zur Tagung finden Sie hier.
Vom klassischen Pressebereich zum Newsroom
Volvic war einer der Vorreiter, Coca-Cola hat einen seit Februar, und für Adobe Systems hat Fink & Fuchs PR erst jüngst einen gelauncht – Die Rede ist vom so genannten Social Media Newsroom. Diese neue Art der Informationsplattform trägt dem ver- änderten Mediennutzungsverhalten der Gesellschaft und den daraus resultierenden neuen Kommunika- tionsszenarien Rechnung: Attraktive Medienformate und multimedial aufbereitete Inhalte ergänzen bisher vorwiegend textbasierte Informationen. Der News- room spricht neben Journalisten auch Blogger und andere Interessierte an, die selbst im Web Inhalte publizieren. Deshalb werden bestehende Social-Media-Kanäle wie Twitter, YouTube oder Facebook direkt angebunden, auf themennahe Blogs und Webseiten verlinkt und Inhalte mit weiterführenden Informationen im Internet verknüpft. Frei nach dem Motto „Pull statt Push“ kann der Besucher der Seite selbst entscheiden, welche Themenangebote er per RSS Feed abonnieren möchte und über welche Kanäle er die Aktivitäten des Unternehmens verfolgt.
Farmer und Verbrecherjäger wie Du und ich

Haben Sie heute schon geerntet, Ihre Tiere gefüttert und frisches Benzin für Ihren Traktor gekauft? Weltweit 83 Millionen Menschen betätigen sich in FarmVille auf Facebook als Hobby-Landwirt – und täglich werden es mehr. Social Games heißt das Massenphänomen, das Menschen auf Netzwerken zusammenführt, um einen Coffee Shop (Café World) zu betreiben oder Gangster zu jagen (Mafia Wars). Das Geschäfts- modell der Spiele-Anbieter wie Zynga oder Playfish rechnet sich. Denn die wichtigen Erweiterungen des eigenen Imperiums mit virtuellen Gütern können nur gegen reales Geld erworben werden. Klassische Anbieter stehen vor einer echten Herausforderung, denn während sie Zyklen von zwei bis drei Jahren für die Entwicklung oder Überarbeitung ihrer Spiele be- nötigen, bieten Social Games jeden Monat neue Features, Charaktere und Aufgaben. So kommt es nicht von ungefähr, dass beispielsweise Microsoft schon mit einer Anbindung der Videospielkonsole Xbox 360 an soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook liebäugelt. Weitere Informationen:
"Wie Facebook-Spiele die Welt verändern" (wiwo.de)
"Milliardenmarkt: Bei Social Gaming klingelt es in der Kasse" (horizont.net)
35 Prozent der Deutschen sind digitale Außenseiter
Nur rund ein Drittel der Deutschen sind aktiv im Internet unterwegs. Weitere 30 Prozent sind lediglich Gelegenheitsnutzer – und 35 Prozent sogar klare digitale Außenseiter. Zu diesem Ergebnis kommt das Markt- forschungsunternehmen TNS Infratest, welches im Auftrag der Initiative D21 die Studie "Digitale Gesellschaft in Deutschland – Sechs Nutzertypen im Vergleich" erstellt hat. Nach Ansicht von Dr. Ulrich Hermann, Mitglied des D21-Gesamt- vorstandes, sei diese deutliche Teilung der Gesellschaft in Teilnehmer und Nichtteilnehmer an den neuen Informations- und Kommunikationstech- niken und ihren Möglichkeiten angesichts des einhergehenden Strukturwandels für eine Wissensgesellschaft das zentrale Zukunfts- problem. Denn die Spaltung basiert nicht mehr auf dem Grad der Austattung der Menschen, sondern bezieht sich vielmehr auf das Wissen, die Kompetenz, die Nutzungsvielfalt und -intensität. Konkret wurden sechs Nutzertypen identifiziert:
- Die digitalen Außenseiter (35 Prozent)
- Die Gelegenheitsnutzer (30 Prozent)
- Der Berufsnutzer (9 Prozent)
- Die Trendnutzer (11 Prozent)
- Die digitalen Profis (12 Prozent)
- Die Digitale Avantgarde (3 Prozent)
Eine ausführliche Charakterisierung der einzelnen Typen finden Sie auf der Webseite der Initiative D21.
Wie lässt sich der Return on Investment von Social-Media-Aktivitäten feststellen?

Es gibt inzwischen viele Tools auf dem Markt, die die Wirkung von Social-Media-Kampagnen messen. Aber sind sie ausreichend, um den RoI zu berechnen? Ist dies überhaupt möglich? Fakt ist, dass die üblichen Messgrößen wie Page Impressions, Visits oder Nutzerzahlen nicht ausreichen. Jens Niemann, Leiter Controlling & Business Development bei Fink & Fuchs PR hat sich dem Thema in einem Blog-Beitrag angenähert und zeigt mögliche Ansätze zur RoI-Bestimmung auf.
Hilfestellung für den Umgang mit Social Media
Viele Unternehmen fragen sich zurzeit, wie sie mit Social Media umgehen sollen. Dabei geht es hauptsächlich um zwei Fragen: Welchen Mehrwert bieten solche Tools für die interne und externe Kommunikation? Und wie lässt sich die Nutzung von Social-Media-Angeboten durch Mitarbeiter am Arbeitsplatz in geregelte Bahnen lenken? Ein generelles Verbot für Mitarbeiter zu verhängen, ist nach Meinung von Stephan Fink, Vorstand der Fink & Fuchs PR AG, der falsche Weg. Als geeignetes Instrument hat sich inzwischen der Social-Media-Leitfaden herauskristallisiert, den jedes Unternehmen für sich selbst individuell erstellen kann und worin Richtlinien zum Umgang mit Social Media festgehalten werden. Hilfestellung dazu bietet der "Social-Media-Leitfaden für Einsteiger", den die Experten von Fink & Fuchs herausgegeben haben. Es handelt sich dabei um ein Booklet, in dem die wichtigsten Punkte, die es zu beachten gilt, aufgezeigt und erklärt werden. Sie können den Ratgeber kostenlos per Email anfordern. Bitte denken Sie daran, auch Ihre Postanschrift anzugeben.
Mobile Webangebote gewinnen an Bedeutung
Mit der Popularität von Smartphones, angeführt von Apples iPhone, steigt auch zunehmend die Nachfrage an mobilen Web-Angeboten. Auch Mobilfunkanbieter bauen ihre Datenleitungen aus, um ein größeres Übertragungsvolumen in den Netzen bieten zu können. Dennoch sind dem mobilen Surfen aktuell noch Grenzen gesetzt, da herkömmliche Webange- bote meist noch lange Ladezeiten haben. Abhilfe schaffen hier auf das Wesentliche reduzierte und für das mobile Internet optimierte Web-Auftritte, die auch auf dem verhältnismäßig kleinen Bildschirm der mobilen Endgeräte durch gute Lesbarkeit und Bedie- nungsfreundlichkeit überzeugen können. Anhand so genannter „Browserweichen“ können User, die über ihr mobiles Endgerät die URL eines Webangebots ansteuern, automatisch auf die mobile Seite umge- leitet werden. Einige Webportale bieten auf diese Weise sogar inzwischen mehrere Varianten ihrer mobilen Angebote für unterschiedliche Smartphones an. Bei Fragen zu diesem Thema beraten Sie gerne unsere Web-Experten.
Videoinhalte mit HTML5
Wer Bewegtbild-Elemente zum direkten Abspielen auf einer Webseite platzieren möchte, sieht sich aktuell einem komplexen Vorgang gegenüber: Neben der mehrfachen Konvertierung in unterschiedliche Formate, muss die jeweilige Einbindungs-Syntax der unterschiedlichen Browser berücksichtigt werden. Oftmals ist der einzig gangbare Weg der Einsatz zusätzlicher Plugins und Script-Sprachen wie Flash und Javascript. Abhilfe soll nun die Spezifikation HTML5 schaffen, welche die bestehende HTML-Syntax um "Rich Web Content" zu erweitern verspricht. Das HTML5 Element „video“ beispielsweise soll eine native, also von zusätzlicher Technik und Software unabhängige Einbindung von Filmen in Webseiten ermöglichen. Die höchste Kompatibilität mit dem neuen Standard bietet Googles Browser Chrome in der Version 5.0, andere Browser unterstützen ihn bislang noch unvollständig.
BVDW hat das Forum Medien- und Netzpolitik gegründet
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat sein neues Forum Medien- und Netzpolitik konstituiert. Sprecher ist Tobias Koppitz, Justiziar und Referent Medienpolitik des BVDW. Ziel des Forums ist eine engere Verknüpfung der Medienpolitik des Verbandes mit den relevanten Politikfeldern in den Bereichen interaktives Marketing, digitale Inhalte, interaktive Wertschöpfung. Im aktuellen Fokus stehen unter anderem die Themen Datenschutz, Online Vermarktung und Wirtschaft. Auch Inhalte des Internets sowie Applikationen und Dienstleistungen rund ums Internet werden diskutiert. Für 2010 plant der BVDW mit seinem Forum Medien- und Netzpolitik Veranstaltungen für die Politik, um die unterschied- lichen Geschäftsmodelle der digitalen Wirtschaft aktiv zu erläutern und so das Verständnis für das neue Wirtschaftsfeld Internet in der Politik zu fördern.







