Immer mehr Deutsche sind mobil im Internet unterwegs
Das mobile Internet boomt: Tarife und Endgeräte werden zunehmend günstiger, wodurch immer mehr Deutsche immer länger von unterwegs im Netz surfen. Dies zeigt die von der EIAA (European Interactive Advertising Association), dem Branchenverband paneuro-päischer Online-Vermarkter und Technologiedienst- leister, in Auftrag gegebene Studie „Mediascope Europe 2009“. Über fünf Millionen Menschen in Deutschland (Europa: 71 Millionen) nutzen das mobile Internet demnach durchschnittlich eine Stunde am Tag. Mit sieben Stunden die Woche verbringen die deutschen Mobile-User inzwischen sogar deutlich mehr Zeit im mobilen Netz als mit dem Lesen von Zeitungen (4,6 Stunden) oder Magazinen (3,6 Stun- den). Europaweit liegt Deutschland bei der mobilen Internetnutzung damit auf einem Spitzenplatz unter den ersten fünf Ländern. Eine ausführliche Dar- stellung der Ergebnisse finden Sie hier.
Akzeptanz von Paid Content hängt von der Qualität der Inhalte ab
In einem kürzlich veröffentlichten Interview zum Thema "Erfolgschancen von Bezahlmodellen im Internet" gibt Thomas Knüwer, ehemaliger Handels- blatt-Redakteur und heutiger Inhaber der Agentur KpunktNull, ein klares Statement ab: "Mobile" werde das neue Massenmedium sein, aber für neue Platt- formen wie das iPad müssen erst geeignete Inhalte geschaffen werden. Nach Ansicht des Experten seien die Erfolgschancen für Paid Content vor allem von Exklusivität und Originalität der gebotenen Inhalte abhängig. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Studie des Branchenverbands BITKOM: Demnach würden 39 Prozent der 1.000 befragten deutschen Internet-Nutzer für Qualitäts-Journalismus bezahlen – falls gute journalistische Berichte nicht mehr gratis verfügbar wären. Was Knüwer Verlagen rät, um sich für die Zukunft zu rüsten, erfahren Sie hier.
IT- und Computertitel leiden unter Auflagenschwund

Die IVW (Informationsgemein- schaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern), hat die Auflagenzahlen des ersten Quartals 2010 veröffent- licht. Demnach leidet vor allem die IT- und Computerpresse unter Auflagenschwund mit einem Minus von 10,9 Prozent. Eine ebenso leicht rückläufige Entwicklung haben die aktuellen Zeitschriften und Magazine (minus 4,2 Prozent) sowie Programmzeit- schriften (minus 3,9 Prozent) erfahren. Lediglich Kinderzeitschriften konnten einen Aufschwung ver- melden: Sie legten mit 19,6 Prozent deutlich zu. Weitere Zahlen erfahren Sie hier.
internet facts 2009-IV: Dreiviertel der Online-Nutzer sind "alte Hasen“
Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) hat im März die Zahlen der neuen Welle ihrer Markt-Media-Studie internet facts veröffentlicht. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse der internet facts 2009 auf einen Blick:
- Im Ausweisungszeitraum Oktober bis Dezember 2009 hatte das Internet in Deutschland eine Reichweite von 69 Prozent. Demnach waren 44,4 Millionen Menschen im Netz unterwegs.
- 73,5 Prozent der Internetnutzer bewegen sich seit mehr als drei Jahren im Netz. Damit können inzwischen rund drei Viertel der Onliner als mediumsversierte User mit langer Nutzungser- fahrung angesehen werden.
- Reichweitenstärkstes Angebot war mit 18,9 Millionen Unique Usern pro Monat (43,3 Prozent) T-Online, gefolgt von WEB.DE und Yahoo!. GMX und MSN.de belegen die Plätze vier und fünf.
- Als Nutzungsgrund gaben unabhängig von Alter und Geschlecht 88,2 Prozent der Internetnutzer das Senden und Empfangen von privaten E-Mails an, gefolgt von der Recherche in Suchmaschinen oder Web-Katalogen (84,1 Prozent) sowie dem Online-Einkaufen (63,7 Prozent).
Weitere Details zu den Interessen der Internetnutzer erfahren Sie in der ausführlichen Pressemeldung der AGOF.
Gewicht der Medien für die Meinungsbildung
Welchen Einfluss haben Medien auf den Prozess der Meinungsbildung? Dieser Frage ist das Marktforschungs-unternehmen TNS Infratest im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) in einer repräsentativen Studie nachgegangen. Die Ergebnisse: Das Fernsehen hat mit einem Anteil von rund 40 Prozent nach wie vor das größte Gewicht, vor den Tageszeitungen mit 25 Prozent, Internet und Radio mit jeweils 15 Prozent sowie Zeitschriften mit einem Anteil von 5 Prozent. Befragt wurden im Herbst vergangenen Jahres 2000 Personen in deutschen Privathaushalten. Die Umfrage ist Teil des BLM-Modells zur Bestimmung der Relevanz der Medien in verwandten Märkten in Bezug zum Fernsehen. Die Resultate sollen mögliche Schwellenwerte zur Vermutung von Meinungsmacht liefern, die als Grundlage für die geplante Novellierung des Rundfunkstaatsvertrags dienen können. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Neues Magazin Premius

Unter dem Titel "Premius" haben der Wirtschaftsjourna- list Andreas Busch, ehemals stellvertretender Chefredak- teur der Zeitschrift Capital, und der Hamburger Medien- unternehmer Jens de Buhr (JDB-Gruppe) ein neues Verbrauchermagazin gelauncht. Es soll Konsumen- ten Orientierung auf Basis von Tests namhafter Institute und Medien bieten. Vorgestellt werden die jeweiligen Testsieger, ergänzt durch Tipps, wie Verbraucher von dem Angebot profitieren können. Zusätzlichen Nutz- wert sollen Informationen aus den Bereichen Geld und Leben liefern. Busch selbst bezeichnet das neue Service-Magazin als "modernen Einkaufsführer". Premius erscheint zunächst viermal im Jahr. Auf der Webseite zum Magazin erfahren Sie mehr zum Konzept.
Entwicklungsprozess der "Digital Natives"

Das Magazin "Media Perspektiven" hat sich in der Ausgabe 1/2010 mit der Rolle des Internets im Leben der so ge- nannten "Digital Natives" auseinander- gesetzt. Im Rahmen der zugehörigen Untersu- chung wurden insgesamt 40 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und 16 Jahren bei ihrer Nutzung des Internets beobachtet. Gezeigt hat sich folgender Prozess: Während sich Kinder im Alter von sechs bis sieben Jahren vorrangig mit Online-Spielen beschäf- tigen und im Zuge dessen die Grundfunktionen eines Computers erlernen, bewegen sich Acht- bis Zehn- jährige bereits mit zunehmender Sicherheit im Internet. Letzteres ist darauf zurückzuführen, dass Kinder in diesem Alter bereits Lesen und Schreiben lernen, was die Eigenständigkeit fördert. Ab elf Jahren fällt den Heranwachsenden der Umgang mit Such- maschinen leichter, bei komplexeren Prozessen sind sie aber noch überfordert. Mit 14 bis 16 Jahren be- ginnt dann die Phase, in der die Kommunikation mit Freunden an erster Stelle steht – soziale Netzwerke dienen zudem der eigenen Profilierung über Selbst- darstellung. Den ausführlichen Bericht können Sie online im PDF-Format einsehen.
Neu: "Business + Innovation" fördert Austausch zwischen Forschung und Praxis

Anfang 2010 veröffentlichte die Steinbeis-Hochschule Berlin (SHB) im Gabler-Verlag die erste Ausgabe der Fachzeitschrift „Business + Innovation – Steinbeis Executive Magazin (B+I)“. Das betriebswirtschaftliche Magazin soll den Wissens- transfer zwischen Hoch- schulen und Praxis fördern. Zielgruppe sind demnach Entscheider mit Interesse an praxisorientiertem und theoriegeleitetem Managementwissen sowie Wissen- schaftler und Studenten. Viermal jährlich wird über Trends im Management berichtet, ergänzt durch zu- kunftsweisende Unternehmenskonzepte und deren Umsetzung in die Praxis. Weitere Informationen zu "Business + Innovation" sowie das eMagazin zur ers- ten Ausgabe finden Sie auf der zugehörigen Webseite.





